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Aushärten – Präzision, Stabilität und Leistung für Ihre Bauteile

Beim Aushärten von Metallen (Ausscheidungs- bzw. Alterungshärten) wird durch gezielte Wärmebehandlung eine feindisperse Ausscheidungsstruktur erzeugt. Das erhöht die Festigkeit, die Streckgrenze und die Härte und verbessert die Masshaltigkeit. Listemann liefert prozesssichere Lösungen von der Musterfertigung bis zur Serie.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Aushärten?

Aushärten ist eine mehrstufige Wärmebehandlung, bei der nach dem Lösungsglühen und Abschrecken ein Warmauslagern (Altern) erfolgt. In dieser Phase scheiden sich feinste Teilchen in der Metallmatrix aus (z. B. Mg₂Si, η′, Cu-reiche Phasen). Diese Mikrostruktur blockiert Versetzungen – die Festigkeit steigt, Zähigkeit und Masshaltigkeit bleiben gezielt einstellbar.

Ihre Vorteile durch Aushärten

  • Deutlich höhere Streckgrenze/Festigkeit bei einstellbarer Zähigkeit

  • Mass- und Formstabilität, reduzierte Eigenspannungen

  • Gewichtsreduktion durch dünnwandigere, dennoch hochfeste Bauteile

  • Zuverlässigkeit im Betrieb (Ermüdung, Korrosion unter Spannung)

  • Prozesssicherheit und Rückverfolgbarkeit von Charge zu Charge

Aushärten bei Listemann

Konstruktions- und Fertigungstipps von Listemann

  • Legierungs- & Zustandswahl frühzeitig festlegen, z. B. Wärmebehandlungszustand H925 für den Werkstoff 17-4PH

  • Geometrie & Wanddicken auf gleichmässige Durchwärmung auslegen; scharfe Kerben vermeiden

  • Fixieren/Richten für masskritische Bauteile einplanen

  • Nachfolgende Prozesse (z. B. Shot-Peening, Beschichtung, Korrosionsschutz) mit dem Aushärteplan abstimmen

  • Prüfplanung (Stichproben, Sollwerte, Freigabekriterien) bereits vor Serienstart definieren

Qualitätssicherung durch Listemann

  • Wareneingang & Chargenprüfung (Chemie, Gefüge, Abmessungen)

  • Temperatur- und Zeitüberwachung mit Mehrpunkt-Thermoelementen und Datenloggern

  • Dokumentierte Ofenqualifikation (gleichmässige Durchwärmung, Kalibrierung)

  • Mechanische Prüfungen (Zug, Härte, Kerbschlag), Massprüfung und Gefügeanalyse

  • Rückverfolgbarkeit bis zur Materialcharge und Prozessparametern

Anwendungsbereiche des Aushärtens

luft+raumfahrt

Luft- und Raumfahrt

Struktur- und Triebwerksteile, Verbindungselemente

Wärmebehandlung Aushärten Elektronik & E-Mobilität

Automotive / 
E-Mobility

Fahrwerks- und Crash-Bauteile, Getriebekomponenten, Wellen

Anlagenbau

Maschinen- und Anlagenbau

Hochfeste Gehäuse, Zahnräder, Werkzeugeinsätze

Medizintechnik

Medizintechnik und Sensorik

Stahl-Komponenten mit definierter Festigkeits-/Zähigkeits-Balance

Formenbau Werkzeugbau

Werkzeug- und Formenbau

Temperaturbeständige Bauteile

Additive Fertigung LMD

Additive Fertigung

Wärmebehandlung zur Eigenschaftseinstellung und Spannungsreduktion

Werkstoffe und Verfahren im Überblick

Metallisches Aushärten (Ausscheidungshärten/Alterung)

Geeignete Legierungen:

  • Aushärtbare Edelstähle: precipitation hardening (z. B. 17-4PH und 15-5PH)
  • Maraging-Stähle (Ni-martensitisch härtbar)

  • Nickel- und Kupferlegierungen mit ausscheidungshärtbarem System

  • Aluminiumlegierungen: Al-Cu-Mg (2xxx), Al-Mg-Si (6xxx), Al-Zn-Mg-Cu (7xxx)

Ablauf:

  • Lösungsglühen
    Einlösung der aushärtungsrelevanten Elemente und Homogenisierung der Matrix.
  • Abschrecken
    Rasches Abkühlen (z. B. Luft, Öl, Polymer, Wasser), um den gelösten Zustand zu „einfrieren“.

  • Warmlagern / Altern (Ausscheidungshärten)
    Isothermes Halten zur kontrollierten Ausscheidungsbildung (z. B. Zustände T6/T7 bei Al oder H900–H1150 bei 17-4PH).

  • Optionale Schritte
    Entspannen/Tempern, Richten/Fixieren, Oberflächenfinish und Endprüfung.

Ziele:

  • Festigkeit/Zähigkeits-Balance
  • Dimensionsstabilität
  • Gezielte Restspannungszustände

Häufige Fragen zum Aushärten

Konventionelles Härten (Austenitisieren + Abschrecken + Anlassen) erzeugt martensitisches Gefüge, v. a. bei un-/niedriglegierten Stählen. Ausscheidungshärten nutzt feinste Ausscheidungen in aushärtbaren Legierungen (Al, PH-Stähle, Maraging, Ni/Cu) – der Mechanismus ist mikrostrukturell anders.

Bei Aluminium z. B. T6/T651/T7, bei 17-4PH häufig H900–H1150, bei Maraging definierte Aging-Temperaturen mit anschliessender Massstabilisierung.

Durch angepasste Rampen, geeignete Abschreckmedien, symmetrische Erwärmung und Vorrichtungen; ggf. nachfolgendes Richten/Entspannen.

Zugversuch (Rp₀,₂/Rm/A), Härte, Mikroschliff/SEM, Mass- und Oberflächenprüfung, optional Restspannungsmessung.

Einsatzgebiete

Projekt-Check

Unser neuer Check hilft Ihnen dabei in kürzester Zeit eine professionelle Einschätzung möglicher Projekte im Rahmen unserer Verfahren über die Umsetzbarkeit zu erhalten. Wir informieren Sie ob und wie eine Realisierung möglich wird.