Listemann härtet Ihre Bauteile im Vakuum mit Hochdruck-Gasabschreckung — oxidfrei, massgültig, Nadcap-akkreditiert. Für Präzisionsteile, Werkzeuge und martensitische Edelstähle.
HOME VERFAHREN WÄRMEBEHANDLUNG Vakuumhärten
Beim Vakuumhärten erfolgt die Wärmebehandlung Ihrer Bauteile in einer sauerstoffarmen Umgebung. Die Abkühlung übernehmen leistungsstarke Gebläse mit Hochdruck‑Gasabschreckung (HPGQ) in Stickstoff oder Argon. Dadurch werden Oxidation und Zunderbildung vermieden, Oberflächen bleiben blank, und Mass‑ sowie Formabweichungen lassen sich reduzieren.
Seit 1990 behandelt Listemann Präzisionskomponenten für Nadcap-auditierte Lieferketten, mit dokumentierten Prozessen, die Wiederholgenauigkeit auf Chargenbasis belegen. Unsere Vakuumanlagen mit Hochdruck-Gasabschreckung (HPGQ) ermöglichen oxidationsfreie, massgenaue Härteprozesse für Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und den Werkzeug- und Formenbau.
Listemann deckt das vollständige Spektrum der Wärmebehandlung ab – vom Vakuumhärten klassischer Werkzeugstähle über martensitische Edelstähle bis hin zu aushärtbaren Stählen. Jede Charge erhält ein Protokoll mit Zeit-Temperatur-Kurve und Härtewert-Nachweis (HRC/HV nach ISO 6508) — nachvollziehbar für Ihre Qualitätssicherung. Zertifiziert nach EN9100 / Nadcap.
Jeder Schritt wird überwacht und protokolliert, um eine hohe Reproduzierbarkeit und Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.
Optimal für Pass‑ und Dichtflächen sowie für nachfolgende Beschichtungen (z. B. PVD).
Gleichmässige, medienfreie Abschreckung reduziert Bearbeitungsauf-wand nach dem Härten.
Keine Öl‑ oder Salzrückstände, Reinigung meist minimal.
Rezepturen, Chargentracking und Messkurven sorgen für wiederholbare Qualität.
Die erreichbaren Härten sind werkstoff‑ und gefügeabhängig. Wir beraten Sie zur optimalen Balance aus Härte, Zähigkeit und Masshaltigkeit, empfehlen die nötige Anzahl Anlasszyklen (i. d. R. 2–3) und prüfen nach gängigen Normen (z. B. ISO 6508).
Auf Wunsch dokumentieren wir Härtewerte (HRC/HV) und – falls erforderlich – Mikrostrukturen im Schliffbild.
| Kriterium | Vakuumhärten | Öl- / Salzbadhärten |
|---|---|---|
| Oberfläche | ✓ blanke, oxidfreie Oberfläche | – Oxidation und Zunderbildung möglich |
| Masshaltigkeit | ✓ Gleichmässige Gasabschreckung senkt Verzugstendenz – weniger Nacharbeit | – Höhere Verzugstendenz durch ungleichmässige Abkühlung |
| Sauberkeit | ✓ Kein Medienanfall, Reinigung minimal | – Öl- oder Salzrückstände erfordern aufwendige Reinigung |
| Prozessstabilität | ✓ Exzellente Reproduzierbarkeit durch Steuerung sämtlicher Wärmebehandlungsparameter | – Abhängig von Mediumzustand und Badtemperatur |
| Arbeitssicherheit & Umwelt | ✓ Kein Umgang mit brennbaren Ölen oder Salzschmelzen | – Brandgefahr bei Öl, Salzschmelzen erfordern Schutzausrüstung |
Unser Team steht Ihnen für alle Fragen zu Vakuumhärten zur Verfügung.
Projektleitung Wärmebehandlung
Telefon: +41 52 245 18 55
Mobil: +41 77 442 46 91
t.bachmann@listemann.com
Technische Leitung
Telefon: +423 375 90 12
Mobil: +423 780 54 01
t.bitschnau@listemann.com
Senden Sie uns die Eckdaten Ihres Bauteils. Wir prüfen, ob Vakuumhärten sinnvoll ist und geben eine technische Einschätzung zur Prozessauslegung.
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Vakuumhärten, Verfahrensarten und die Zusammenarbeit mit Listemann.
Bis max. 1500 x 1700 mm und 2000kg pro Charge. Grössere Abmessungen prüfen wir individuell – idealerweise mit Zeichnung.
Das ist werkstoffabhängig. Für gängige Werkzeugstähle sind hohe HRC‑Werte möglich; bei martensitischen Edelstählen stimmen wir Härte und Anlassstrategie gezielt auf Zähigkeit und Korrosionsanforderungen ab.
Durch geeignete Bauteilorientierung, saubere Oberflächen, gleichmässige Wandstärken, definierte Spannungsarmglühungen sowie durchdachtes Vorwärmen/Austenitisieren. Wir unterstützen mit Vorrichtungs‑ und Orientierungsempfehlungen.
Starke Wanddickensprünge, scharfe Kanten und Kerben erhöhen das Riss‑/Verzugspotenzial. Eine anlassgerechte Konstruktion plus geeignete Fixturierung minimiert Risiken.
Auf Wunsch Härteprotokolle (HRC/HV), Chargenprotokolle (Temperatur/Druck), ggf. Mikrostruktur‑Bewertungen und Materialzeugnisse. Zertifikate: EN9100 / Nadcap.
Typisch 3 Arbeitstage ab technischer Freigabe. Im Rahmen unserer Möglichkeiten bieten wir auch gerne einen 24h – Service an.