Austenitische Edelstähle prozesssicher veredeln: Lösungsglühen, Spannungsarmglühen, Vakuumlöten & EB-Schweissen. Saubere, dichte Baugruppen – von Prototyp bis Serie.
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Austenitische Edelstähle wie 1.4301/304, 1.4404/316L oder hochlegierte Varianten vereinen exzellente Korrosionsbeständigkeit mit guter Verarbeitbarkeit und sind erste Wahl für saubere, medienbeständige und vakuumtaugliche Komponenten. Listemann optimiert solche Bauteile durch Wärmebehandlung, Vakuumlöten (Brazing) und Elektronenstrahlschweissen (EBW) – durchgängig im Vakuum, reproduzierbar und dokumentiert. Das Ergebnis sind blanke Oberflächen, hohe Dichtheit und enge Toleranzen bis in die Serie.
Lösungsglühen & Spannungsarmglühen: homogene Gefüge, reduzierte Eigenspannungen, optimale Korrosionsbeständigkeit.
Vakuumlöten: kapillarsichere Spaltfüllung, flussmittelfrei, sehr gute Oberflächenqualität.
EB-Schweissen: tiefe, schmale Nähte, minimale Wärmeeinflusszone, geringe Verzüge.
Oberflächenvorbereitung & Reinigung: definierte Rauheit, partikelarme Prozesse.
Qualifizierung & Prüfungen: Dichtheit, Zug-/Scherproben, Metallographie, CT nach Bedarf.
Vakuum- und Prozesstechnik, Wärmetauscher, Ventile, Dichtbauteile
Medizintechnik-Baugruppen mit makellosen Oberflächen
Halbleiter/Equipment: partikelarme Komponenten
Apparate-, Maschinen- und Lebensmitteltechnik
Austenite zeichnen sich durch eine nicht härtbare, zähe Matrix, gute Kaltumformbarkeit und hervorragende Korrosionsbeständigkeit in vielen Medien aus. Sie reagieren jedoch sensibel auf Wärmeeinfluss (z. B. Sensibilisierung/Chromkarbidbildung im Grenzfall) und erfordern daher saubere, kontrollierte Prozesse. Vakuumgeführte Verfahren minimieren Oxidation und Anlauffarben, sichern die Oberflächengüte und helfen, Partikel- und Rückstandsarmut für Reinraum- und Vakuumanwendungen zu gewährleisten.
Austenitische Stähle eignen sich gut für das Vakuumlöten, da flussmittelfreie Prozesse blanke Oberflächen, hohe Dichtheit und reproduzierbare Qualität ermöglichen.
Je nach Einsatztemperatur und Medium werden überwiegend Nickel-, Silber- oder Edelmetall-basierte Lote eingesetzt, die projektbezogen nach Festigkeit, Dichtheit und Beständigkeit ausgewählt werden.
Für kapillarsichere Lötungen sind gleichmäßige Spalte im Bereich von etwa 0,02 bis 0,08 Millimetern sinnvoll, da sie Benetzung, Dichtheit und Festigkeit unterstützen.
Im lösungsgeglühten Zustand sind austenitische Stähle im Wesentlichen unmagnetisch, können jedoch durch Kaltverformung oder Schweißen gering ferromagnetisch werden.
Bei ungünstigen Temperatur-Zeit-Folgen kann es zur Chromkarbid-Ausscheidung an Korngrenzen kommen, was interkristalline Korrosion begünstigt; kontrollierte Zyklen und stabilisierte/LC-Qualitäten minimieren dieses Risiko.
Bei Hybridverbindungen, zum Beispiel zu Kupfer, Titan oder Keramik, werden geeignete Lote oder Interlayer und an den thermischen Ausdehnungskoeffizienten angepasste Geometrien eingesetzt, um Spannungen und Sprödphasen zu vermeiden.
Lösungsglühen zur Gefügehomogenisierung und Wiederherstellung der Korrosionsbeständigkeit sowie Spannungsarmglühen zur Verzugsminderung sind die typischen Wärmebehandlungen für austenitische Stähle.
Elektronenstrahlschweissen ist eine hervorragende Option, weil schmale, tiefe Nähte mit geringer Wärmeeinflusszone entstehen und Verzug sowie Nacharbeit minimiert werden.
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